Leibniz schreibt beispielsweise in 267, 35ff.

“Es besteht daher unter allen Substanzen eine vollständige Übereinstimmung, da jede von ihnen das ganze Universum nach ihrer Art und aus einem bestimmten Gesichtspunkt exakt ausdrückt.”

Warum sollte aber jede Monade das ganze Universum repräsentieren? Wenn es nur die geistigen Monaden wären, könnte mir das vielleicht noch eingehen. Aber jede noch so simple Monade. Als eine Art Beleg verweist Leibniz noch im selben Satz, soweit ich es sehe, auf Augustinus. Der denkt aber doch wirklich nur an die menschliche Seele, wenn er schreibt, es genüge, Gott und Seele zu untersuchen.

Warum steigerte es nicht die Vielfalt und die Einfachheit, wenn nicht jede Substanz alle anderen repräsentierte? Hier klare Trennungen zu ziehen wäre doch dem vorzuziehen, dass eine Monade so vieles nur undeutlich perzipiert?

Wer verteidigt Leibniz?

(Ich weiß, schon die Idee mit der Repräsentation ist schräg, wenn man aber mit Christina Schneider sagt, dass ihr nur eine Position im relationalen Geflecht der Welt und deren Perspektive entspricht, dann ist es nicht mehr ganz so schräg. Meine Frage heißt dann: Warum sollte die Wirklichkeit nur auf einer Stufe relationiert sein. Wiso muss für eine gute Relationiertheit alles mit allem direkt verbunden sein. Eine indirekte Verbindung, so scheint es mir, ist keine Repräsentation mehr.)

Dazu kommt noch die besondere Zuordnung jeder Substanz auf einen Körper. Wäre es nicht einfacher, den Körper jeweils als das zu definieren, das repräsentiert wird?